Verwendungszweck – Was darfst Du reinschreiben?

Bei der Ausführung einer Überweisung ist nicht nur der Betrag wichtig für einen reibungslosen Ablauf. Damit eine korrekte Zuordnung der Zahlung möglichst ist, kannst Du über den Verwendungszweck weitere Informationen angeben.

Worauf musst Du beim Verwendungszweck achten und kann es gefährlich sein, dort etwa Scherzangaben zu hinterlassen?

Welche Aufgabe erfüllt der Verwendungszweck?

Die Angabe des Verwendungszwecks ist nicht zwingend notwendig. Anhand der sonstigen Informationen der Überweisung lässt sich die Zahlung zuordnen. Dennoch ist es sinnvoll, den Verwendungszweck sinngemäß auszufüllen.

Zeigt an, wofür das Geld verwendet wird

Der Verwendungszweck gibt an, wofür das Geld verwendet werden soll. Bei der Zahlung der Miete gibst Du beispielsweise zusätzlich den Monat an.

Überweist Du an das Finanzamt Deine Steuervorauszahlungen, solltest Du dort auch genau angeben, ob diese etwa der Einkommensteuer zugeordnet werden sollen. Dadurch ist sichergestellt, dass Du nicht in Zahlungsverzug gerätst.

Der Empfänger weiß dank des Verwendungszwecks, wofür der Überweisungsbetrag gedacht ist. So sind Verwechslungen ausgeschlossen und die Zuordnung ist wesentlich einfacher.

Dient der schnelleren Zuordnung

Hast Du eine Bestellung getätigt oder eine Rechnung bezahlt, lässt sich diese mit einem korrekt ausgefüllten Verwendungszweck schneller zuordnen. Du schreibst dort etwa die Bestell- oder Rechnungsnummer auf.

Dem Empfänger erleichtert dies die Arbeit. Erhält dieser jeden Tag eine Vielzahl von Überweisungen, lässt sich dank des Verwendungszwecks die Transaktion direkt zuordnen.

Dies ist auch für Dich als Käufer von Vorteil. Etwa, wenn Du in Vorkasse gehst und erst nach dem bestätigten Geldeingang die Leistung erbracht wird. Mit den zusätzlichen Informationen des Verwendungszwecks gelingt die Bearbeitung der Bestellung zügiger.

Verwendungszweck bei Spenden

Eine Besonderheit besteht beim Verwendungszweck einer Spende. Denn hier ist die Angabe dringend notwendig.

Mithilfe des Verwendungszwecks erfolgt nicht nur eine leichtere Zuordnung. Du gibst hierbei auch präzise an, wofür das Geld eingesetzt werden soll.

Hält sich die Spendenorganisation nicht daran, ist eine Rückzahlung der Überweisung möglich. Somit hast Du hier eine höhere Sicherheit darüber, dass Dein Geld auch wie von Dir erwünscht eingesetzt wird.

Verwendungszweck bei Krediten

Ebenso musst Du auch bei der Aufnahme eines Kredites darauf achten, wie der Verwendungszweck ausgefüllt ist. Denn davon ist abhängig, wie Du das zur Verfügung gestellte Geld verwenden darfst und wie die konkreten Zinsbedingungen aussehen.

Erhältst Du einen Immobilienkredit, gilt die Immobilie als Sicherheit. Du darfst das Darlehen nicht verwenden, um damit Deinen privaten Konsum zu finanzieren. Setzt Du das Geld anderweitig ein und kannst das Darlehen nicht mehr bedienen, droht eine Zwangsversteigerung der Immobilie.

Analog ist dies auch beim Kauf eines Fahrzeugs möglich. Hinterlegst Du die Zulassungsbescheinigung als Sicherheit, erhältst Du günstigere Kreditkonditionen. Im Gegenzug erhält der Kreditgeber das Recht, das Fahrzeug zu pfänden, falls Du in Zahlungsschwierigkeiten gerätst.

Somit ist im Verwendungszweck angegeben, wofür Du den Kredit verwenden darfst. Ein Kredit zur freien Verwendung geht mit höheren Zinszahlungen einher. Ist der Kredit hingegen an einen bestimmten Zweck gebunden, erhält der Kreditgeber in der Regel eine Sicherheit, sodass bei Zahlungsschwierigkeiten kein Totalausfall droht.

Was darf nicht im Verwendungszweck stehen?

Der Verwendungszweck mag in vielen Fällen nicht von Bedeutung sein. Sendest Du einem Freund Geld, kannst Du darin theoretisch kreativ sein und einen beliebigen Zweck angeben.

Doch mit solchen meist humorvoll gemeinten Verwendungszwecken solltest Du vorsichtig sein. Denn die Banken sind dazu verpflichtet, jeden Verwendungszweck zu prüfen. Damit gehen sie gegen Geldwäsche und andere illegale Aktivitäten vor.

Führt Dein Verwendungszweck zu einem höheren Verwaltungsaufwand, etwa weil ganz genau geprüft wird, ob die Angabe der Wahrheit entspricht, kann dies zur Kündigung des Kontos führen. Denn der größere Aufwand geht mit Kosten einher und geschieht dies regelmäßig, möchte die Bank Dich nicht mehr als Kunden behalten.

Noch einschneidender ist es, wenn der Verwendungszweck bei Überweisungen auf eine illegale Tätigkeit hindeutet. Schreibst Du dort etwa rein, dass es sich um Geld für ein Drogengeschäft oder eine Waffenlieferung handelt, muss die Bank diesen Hinweisen nachgehen. Eine Sperrung des Kontos droht und es könnten Ermittlungen aufgenommen werden. Somit könnte aufgrund des lustig gemeinten Verwendungszwecks die Polizei vor Deiner Tür stehen.

Halte Dich mit solchen Scherzen lieber zurück, um Dein Konto und das es Empfängers nicht zu gefährden.

Der Verwendungszweck einfach erläutert

Bei Überweisungen dient der Verwendungszweck dazu, sicherzustellen, wofür die Zahlung der Überweisung oder der Lastschriften, erfolgt ist. Dadurch ist eine konkrete Zuordnung möglich, was den Verwaltungsaufwand senkt.

Du bist nicht verpflichtet den Verwendungszweck anzugeben. Doch Du erleichterst damit dem Empfänger die Arbeit und beugst Verwechslungen vor.

Hast Du einmal vergessen den Verwendungszweck anzugeben, dann melde Dich einfach beim Empfänger. Damit lässt sich die Zahlung direkt zuordnen und Du beugst weiteren Verzögerungen vor.

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Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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