Wie sieht eine optimale Vermögensaufteilung aus?

Nur auf ein Pferd zu setzen ist mit einem großen Risiko verbunden. Übertragen bedeutet diese alte Weisheit aus dem Sport, dass Du Dein Vermögen nicht nur in eine Anlagenklasse investieren solltest. Denn entwickelt sich die Investition nicht wie gewünscht, ist Dein gesamtes Kapital in Gefahr.

Daher gilt der Grundsatz, dass Du in verschiedene Anlageklassen investiert sein solltest, um das Risiko zu verteilen. Kommt es zu unerwarteten Rückschlägen, hast Du immer noch einen gewissen Puffer und musst nicht den Verlust Deines gesamten Vermögens beklagen.

Wie sieht eine optimale Vermögensaufteilung aus und welche Anlageformen solltest Du dabei berücksichtigen? Erfahre, wie Du eine spürbare Rendite erzielst und Dich gegen mögliche Risiken absicherst.

Lohnt sich das Geld unter dem Kopfkissen?

Zunächst solltest Du erfahren, weshalb es sich überhaupt lohnt zu investieren. Denn möglicherweise findest Du es doch viel simpler, wenn das Geld einfach Bar bei Dir zu Hause liegt und ständig verfügbar ist.

Das Geld nicht zu investieren ist mit mehreren Risiken verbunden. Zum einen ist die Gefahr gegeben, dass das Geld entwendet wird. Selbst wenn es eigentlich sicher im Safe liegt, könnten Einbrecher gleich den gesamten Safe mitnehmen, sodass droht, die wichtigen Dokumente und das Bargeld zu verlieren.

Auch wenn die Gefahr eines Einbruchs sehr unwahrscheinlich ist, ist der Verfall des Geldwertes hingegen sicher. Denn die Inflation sorgt Jahr für Jahr dafür, dass Dein Geld immer weniger wert wird. Beziehst Du Dich auf eine Inflationsrate von 2% im Jahr, ist Dein Geld in 35 Jahren nur die Hälfte wert.

Um Dich vor dieser Entwertung zu schützen, ist es in jedem Fall sinnvoll das Geld anzulegen. So ist es sicher verwahrt und mit etwas Geschick sogar eine Rendite möglich.

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Der Status Quo Deines Vermögens

Bevor Du dazu übergehst Dein Vermögen zu investieren, solltest Du Dir einen guten Überblick über Dein jetziges Kapital verschaffen. Bestehen bereits Investitionen, Lebensversicherungen oder Bausparverträge?

Rechne genau nach, wie vermögend Du tatsächlich bist. Dann erhältst Du eine bessere Basis, um Dein Vermögen zu investieren und eine optimale Vermögensaufteilung zu erhalten.

Von der Investition solltest Du Deinen Notgroschen abziehen. Dieser wird als Reserve betrachtet, falls es zu unvorhersehbaren Ausgaben kommt. Wirst Du plötzlich arbeitslos, fallen Reparaturmaßnahmen am Haus an oder muss das Fahrzeug ersetzt werden, bist Du mit dem Notgroschen auf der sicheren Seite. Dieser sollte zwischen 3 bis 6 Monatsausgaben umfassen und liquide auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto liegen. Dann hast Du jederzeit die Verfügungsgewalt darüber und kannst kurzfristig darauf zugreifen.

Optimale Vermögensverteilung - Altersvorsorge
Prüfe ganz genau, zu welchen Konditionen Deine Altersvorsorge läuft. Oftmals sind diese wenig rentabel und es wäre vorteilhaft, diese aufzulösen.

Hast Du Dir früher einmal Gedanken über Deine Altersvorsorge gemacht, könnten unter Umständen Verträge vorhanden sein. Die ernüchternde Wahrheit ist allerdings, dass die meisten Finanzprodukte nur dem Verkäufer helfen. Du zahlst eine hohe Provision und erhältst Produkte, die als Investitionsmaßnahme untauglich sind.

Prüfe daher die bestehenden Verträge und deren Konditionen sehr genau. Welche Renditen wurden versprochen und wie sieht deren Entwicklung aus?

Im Vergleich dazu kannst Du einen herkömmlichen passiven ETF betrachten. Diese erzielen Renditen von etwa 5%, wobei die laufenden Kosten bei etwa 0,2% liegen. Können Deine bestehenden Verträge mit solchen Konditionen mithalten?

Wohl eher nicht. Daher schaue, ob es sich anbietet die Verträge aufzulösen oder zumindest stillzulegen. Dann steht mehr Kapital zur Verfügung, welches Du mit Deinem heutigen Wissensstand viel besser investieren kannst.

Die optimale Vermögensaufteilung für Dich

Wie hoch soll das Risiko sein, welches Du bereit bist einzugehen und über welchen Anlagehorizont bist Du bereit, auf die unmittelbare Liquidität zu verzichten? Deine Vermögensaufteilung ist je nach Alter und Risikobereitschaft leicht unterschiedlich. Als grundsätzliche Rahmenbedingungen kann die folgende Vermögensverteilung für Dich ein erster Anhaltspunkt sein.

Passive Index-Fonds

Auf dem klassischen Wege zu investieren, wird heute kaum mehr mit einem Gewinn belohnt. Banken geben historisch niedrige Zinsen, sodass es sich nicht lohnt, das Geld auf dem Tagesgeldkonto oder dem Sparbuch zu belassen.

Möchtest Du nicht zusehen, wie Dein Geld an Wert verliert, sondern von der wirtschaftlichen Entwicklung profitieren, sind dafür Fonds perfekt geeignet. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Anlegern, welche dem Fonds das Kapital bereitstellen, welcher dann das Geld in Unternehmen investiert.

Am günstigsten und einfachsten für dieses Vorhaben sind passive Index-Fonds. Diese bilden einen bestimmten Index, wie z.B. den DAX, S&P 500 oder MSCI World ab. Der Vorteil dieser Investition ist, dass die Wirtschaft über einen längeren Anlagehorizont stetig wächst. Durch das Investieren in diese Fonds beteiligst Du Dich an diesem Wachstum und vermehrst Dein Vermögen.

Durchschnittlich sind Renditen von 5% pro Jahr möglich. Dennoch kann es vorkommen, dass über mehrere Jahre im Falle einer Wirtschaftskrise im Minusbereich liegt. Daher ist diese Anlageform für einen längeren Zeithorizont von mehr als 5, besser noch 10 Jahre geeignet.

Abstand solltest Du nehmen, von aktiv gemanagten Fonds. Diese werden Dir von Bankberatern zwar gerne angeboten, doch diese dienen hauptsächlich der Bereicherung des Anbieters. Sie besitzen unverhältnismäßig hohe Kosten und die Rendite liegt historisch betrachtet nicht über den passiven Index-Fonds. Tappe daher nicht in diese Falle, sondern entscheide Dich für günstige ETFs.

Aktien

Eine weitere Möglichkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung zu profitieren, besteht in dem Anlegen von Aktien. Durch die Aktie wirst Du zum Anteilseigner des Unternehmens und bist stärker mit diesem verbunden.

Das Investieren in Aktien geht jedoch mit einem größeren Risiko einher. Während Fonds in eine Vielzahl von Unternehmen investieren, ist Dein Aktienportfolio weitaus kleiner. Dennoch wird auch hier empfohlen, sich nicht auf eine Aktie allein zu fokussieren. Wähle lieber eine handvoll Aktien aus, auf denen Du einen verschmerzbaren Betrag aufteilst.

Aktien erweisen sich als wesentlich volatiler als der ETF. Es sind höhere Gewinnpotentiale vorhanden, aber auch das Risiko, das Verluste auftreten. Im Sinne der Vermögensaufteilung sollte daher nur ein geringer Teil Deines Kapitals in Aktien stecken.

Edelmetalle

Gold als Altersvorsorge
Gold gilt als Sicherheit in Krisenzeiten, besitzt aber keinen eigenständigen Wert. Daher sollte nur ein geringer Anteil Deines Vermögens in Gold stecken.

Als sichere Anlage in Krisenzeiten werden Edelmetalle, wie Gold angesehen. Diese werden häufig als Gegenstück zu Investitionen angesehen, die direkt von der Wirtschaft abhängen. Sollte es zu einer Krise kommen, gelten Gold und andere Edelemetalle als der „sichere“ Hafen, um Dich vor einem Verlust zu schützen.

Allerdings solltest Du beachten, dass Gold kaum einen eigenständigen Wert besitzt. Der Wert beruht vor allem darauf, dass die Anleger den Edelmetallen Vertrauen schenken und daher über die hohe Nachfrage sich der Preis bildet.

Sollte das Vertrauen schwinden, wird auch der Wert des Goldes sinken. Daher ist es ratsam den Anteil des Goldes im Portfolio gering zu halten.

Immobilien

Als weitere Anlageklasse, welche vor allem in Krisenzeiten an Bedeutung gewinnt, sind Immobilien anzusehen. Menschen benötigen einen Wohnraum und durch die steigende Weltbevölkerung ist die Nachfrage konstant gegeben.

Ein ganzes Haus zu kaufen ist jedoch mit einem hohen Kapitaleinsatz verbunden. Möchtest Du in beliebten Gegenden investieren, wirst Du ein großes Vermögen benötigen, um gleich eine gesamte Wohnung oder ein Haus zu kaufen.

Verfügst Du über die finanziellen Mittel, ist es sinnvoll Immobilien in das eigene Portfolio aufzunehmen. Du solltest Dich vorab aber ganz genau darüber informieren, wie sich der Wert einer Immobilie zusammensetzt und ob Dein Wunschobjekt die avisierte Rendite ausschüttet.

Möchtest Du einfach nur in Immobilien investieren, ohne selber als Vermieter aufzutreten, ist dies über REITs oder Immobilienfonds möglich. Dadurch bist Du direkt an Immobilien beteiligt und wirst ebenso eine Rendite erzielen. REITs bieten zudem den Vorteil, dass sie eine relativ hohe Dividende ausschütten und Du deshalb über ein stetiges Einkommen verfügst.

Wie sieht konkret die optimale Vermögensverteilung aus?

Auf welche Weise Du Dein Vermögen verteilen solltest, hängt von Deinem gewünschten Risiko, der Laufzeit und dem Kapital ab.

Investierst Du nur relativ wenig Geld, welches eher sicher und langfristig angelegt ist, bietet es sich an einen Großteil des Geldes in ETFs zu investieren. Der Notgroschen könnte auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto liegen und nur ein kleiner Teil in Gold oder Aktien stecken. Somit ergibt sich beispielhaft eine Allokation von:

60% ETFs
20% Liquide Mittel
10% Edelmetalle
10% Aktien

Liegt ein kürzerer Anlagehorizont vor, bietet es sich an die ETFs und Aktien langsam in konstantere Anleihen umzuschichten. Hierbei solltest Du ebenso eine breitere Aufteilung vornehmen und eher auf Sicherheit bedacht sein, denn auf Rendite.

Mithilfe der optimalen Vermögensverteilung bist Du nicht nur in eine Anlageklasse investiert und teilst das Risiko dementsprechend auf. Überlege selber, welches Risiko Du eingehen möchtest und wofür das Geld gebraucht werden könnte. Dann wirst Du anhand der hier vorgestellten Grundlagen selbstständig einschätzen können, welche Verteilung für Deine Bedürfnisse am sinnvollsten ist.

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Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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