ETF für Kinder – Die beste Geldanlage für die Zukunft

Finanziell möchtest Du, dass Dein Kind sicher aufgestellt ist. Es soll nicht dem gleichen Stress unterlegen sein, dem Du ständig ausgesetzt bist.

Als Elternteil kannst Du früh damit beginnen, die Weichen für ein abgesichertes Leben zu stellen. Dazu gehört nicht nur die finanzielle Bildung, sondern auch der Vermögensaufbau.

Erhält Dein Kind regelmäßig Geldgeschenke von den Großeltern oder möchtest Du selbst einen monatlichen Sparplan anlegen, lohnt sich der Blick in verschiedene Juniordepots. Diese sind speziell auf die Wünsche der Eltern im Zuge der Geldanlage für Kinder zugeschnitten.

Was musst Du beim Investieren in ETFs für Dein Kind beachten und wie gehst Du vor, damit Dein Nachwuchs bereits mit der Volljährigkeit finanziell abgesichert ist?

Weshalb ist der ETF die beste Anlageklasse?

Das Bewusstsein, das eigene Vermögen am Kapitalmarkt zu investieren, wurde in der Vergangenheit eher stiefmütterlich betrachtet. Vordergründig gab es auf dem Sparkonto oder dem Tagesgeldkonto ausreichend hohe Zinsen, um einen Vermögensaufbau zu gewährleisten. Damit gab sich das Gros der Sparer zufrieden und es musste sich um nichts weiter gekümmert werden.

Diese einfachen Zeiten gehören allerdings der Vergangenheit an. In der Phase der Niedrigzinsen bekamen vor allem Sparer zu spüren, dass das Geld auf dem Sparkonto einem Wertverlust unterliegt. Die Guthabenzinsen liegen im besten Fall bei 0,01%, können bei höheren Vermögen aber teils ins Negative rutschen.

Privatanleger müssen also nicht nur die üblichen monatlichen Gebühren, für die Verwaltung des Kontos bezahlen, sondern Sie werden auch für die hohe Geldsumme bestraft.

Da die Inflation weit höher ist als die Einnahmen durch die Guthabenzinsen, lohnen sich „klassische“ Geldanlageprodukte, wie etwa das Sparkonto oder Tagesgeldkonto schon lange nicht mehr. Lagerst Du dort Dein Geld, frisst es die Inflation auf und Jahr für Jahr verliert es an Wert.

Also muss eine Alternative her, die tatsächlich zum Vermögensaufbau beiträgt. Hierfür stehen Dir zunächst verschiedene Anlageklassen zur Verfügung. Du könntest Dich etwa entscheiden, eine Immobilie zu kaufen und diese zu vermieten oder von der Wertsteigerung zu profitieren. Auch das Investieren in Einzelaktien ist möglich und mit etwas Glück hast Du vielleicht frühzeitig in die nächste Amazon, Tesla oder Google Aktie Dein Geld angelegt.

Aus verschiedenen Gründen hat sich jedoch der ETF in den letzten Jahren als die Anlage etabliert, welche die höchste Rendite bei mäßigem Risiko erzielt. Die folgenden Vorteile sprechen klar für den ETF als Anlagestrategie für Dein Kind.

Überzeugende Rendite

Wichtig für den Vermögensaufbau Deines Kindes ist, dass die Rendite die Inflation schlägt. Daher ist selbst das Tagesgeldkonto keine Alternative, wenn dort die Zinsen langfristig auf ein etwas höheres Niveau steigen würden. Die Inflation würde mit hoher Wahrscheinlichkeit über den Guthabenzins liegen, sodass real eine Entwertung des Guthabens stattfindet.

Mit dem ETF investierst Du Dein Geld an der Börse und beteiligst Dich an der wirtschaftlichen Entwicklung. Ein Ziel der Niedrigzinspolitik ist das Ankurbeln der Wirtschaft. Unter Betrachtung der verschiedenen Indizes ist dieses Ziel durchaus gelungen.

Möchtest Du Dich daran beteiligen, ist der ETF die beste Möglichkeit. Mit einem breit angelegtem Welt-ETF erzielst Du auf lange Sicht eine durchschnittliche Rendite zwischen 5 und 7 Prozent. Damit schlägst Du die Inflation deutlich und vermehrst das Vermögen Deines Kindes.

Geringe Kosten

Gleichzeitig sind die Kosten für das Anlegen in einem ETF minimal. Die Verwaltung geschieht größtenteils automatisiert, da lediglich bestehende Indizes nachgebildet werden. Ein aktives Eingreifen durch einen gutbezahlten Fondsmanager findet nicht statt. Dadurch sind die Gesamtkosten rund 4x niedriger als bei einem aktiven Fonds.

Die Kostenquote beträgt im Jahr rund 0,50% vom Fondsvermögen. Damit sind etwa Lizenzgebühren, die Vermarktung sowie die Personalkosten abgedeckt. Legst Du Dein Depot eigenständig an, entfallen zudem teure Provisionen Deines Bankverkäufers.

Ebenfalls sind die Kosten für den monatlichen Sparplan äußerst gering. Je nach Anbieter fallen Gebühren zwischen 0,50 und 2€ an. Damit lohnt sich auch das Investieren von relativ geringen Beträgen. Das Sparguthaben wird nicht durch horrende Gebühren und Gehälter des Fondsmanagers aufgefressen, sodass Dein Kind die Rendite zu einem möglichst hohen Grad mitnimmt.

Mäßiges Risiko

Eine Garantie, dass der Wert des ETFs jährlich wächst, gibt es keine. Das Geld ist an der Börse investiert, weshalb es den natürlichen Schwankungen des Marktes unterlegen ist. Dies kann bedeuten, dass während Krisenjahren das Fondsvermögen abnimmt.

In der Praxis ist solch eine Angst für die Anlage Deines Kindes aber unbegründet. Das Sparen für Kinder ist auf eine möglichst lange Frist ausgerichtet. Häufig legen Eltern bereits zur Geburt die ETF Sparpläne an und möchten diesen bis zur Volljährigkeit laufen lassen.

Innerhalb des Zeitraums von 18 Jahren sind gewisse Schwankungen zu erwarten. Tritt eine Krise auf, kann es Jahre dauern, bis sich das Fondsvermögen davon erholt.

Die historische Betrachtung zeigt aber, dass über einen längeren Zeitraum der ETF einen sicheren Gewinn erzeugt. Dies ist bereits ab einer Anlagedauer von 10 Jahren der Fall. Da die Geldanlage für Dein Kind deutlich länger geplant ist, musst Du Dir um kurzfristige Schwankungen keine Sorgen machen. Langfristig gleichen sich diese aus, sodass Du mit hoher Wahrscheinlichkeit die erwartete Rendite erhältst[1].

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Darum lohnt sich das frühe Investieren

Grübelst Du darüber, ob es sich überhaupt schon lohnt in so jungen Jahren das Geld zurückzulegen und möchtest Du lieber warten?

Beim Investieren gilt der Grundsatz, dass der beste Moment zur Anlage vor 10 Jahren war. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute. Möchtest Du für die finanzielle Zukunft vorsorgen, ist es immer eine gute Entscheidung, möglichst schnell die Anlage vorzunehmen.

Zeit im Markt schlägt Zeitpunkt

Die wirtschaftliche Entwicklung ist schwer vorauszusehen. Hast Du die Befürchtung, dass demnächst Krisenjahre hereinbrechen, könntest Du damit zögern, das Geld ausgerechnet jetzt anzulegen.

Die Wahrheit ist jedoch, dass die „Zeit im Markt“, historisch dem Abwarten und bewussten Timing, überlegen ist. Begründet wird dies u.a. damit, dass Du Dir nie sicher sein kannst, wann der Tiefpunkt der Krise erreicht wurde. Dies ist nur im Rückblick möglich, sodass Du möglicherweise den Einstiegspunkt verpasst.

Ebenso könnte es sein, dass die befürchtete Krise gar nicht eintritt. Dann wartest Du mehrere Jahre vergeblich und hast es verpasst, die Rendite mitzunehmen.

Da das Finden des optimalen Anlagezeitpunkts praktisch unmöglich ist, ist es daher besser jetzt als später das Sparen für Kinder zu beginnen. Dann profitierst Du bereits von der Rendite und mögliche negative Entwicklungen gleichen sich in der langfristigen Betrachtung wieder aus.

Zinseszinseffekt

Ein weiterer Aspekt ist der Zinseszinseffekt, der mit der Anlage des ETFs einhergeht. Dieser beruht unter anderem darauf, dass Du beim ETF nicht nur von der Kursentwicklung profitierst.

Als zweite Einnahmemöglichkeit bestehen die Ausschüttungen. Wie der ETF mit den Dividenden umgeht, liegt in seiner Art begründet. Thesaurierende ETFs legen das Geld direkt wieder in den Fonds an, während ausschüttende ETFs den Auszahlungsbetrag auf das Verrechnungskonto überweisen.

Für Kinder ist der thesaurierende ETF vorteilhaft. Mit diesem nimmst Du den vollen Zinseszinseffekt für Dein Kind mit. Zudem fallen keinerlei Steuern an und die Sparrate wächst praktisch automatisch mit den Jahren.

Auf diese Weise kannst Du bereits mit einer geringen Sparrate in 18 Jahren ein hohes Sparvermögen ansammeln. Dein Kind hat dann genügend Geld fürs Studium, der ersten Wohnung oder der Finanzierung des Autos.

Mögliche Sparziele

Deutschland ist ein ausgeprägter Sozialstaat, welcher das hohe Steueraufkommen nutzt, um etwa die Bildung möglichst kostengünstig bereitzustellen. Auch die Gesundheit ist durch die Krankenversicherung abgesichert und Unfälle werden von der Haftpflichtversicherung aufgefangen. Dennoch gibt es unzählige Szenarien, weshalb sich die frühe Geldanlage für Kinder lohnt.

Führerschein

Mit Erreichen der Volljährigkeit möchten Kinder die eigene Freiheit genießen. Damit in Verbindung besteht meist der Wunsch ein eigenes Fahrzeug und den Führerschein zu besitzen.

Der Führerschein geht oftmals mit Kosten bis zu 2.000€ einher. Eine so große Summe mit einmal zu stemmen, ist gar nicht so leicht. Schon gar nicht, wenn ein Schüler oder Auszubildender gerade erst die Volljährigkeit erreicht hat.

Praktischer ist daher, wenn Eltern bereits früh vorsorgen. Es reicht bereits aus, rund 5 Euro pro Monat seit der Geburt zurückzulegen, um später den Führerschein problemlos zu finanzieren. Dies ist doch auch ein schönes Geschenk von den Paten oder anderen Verwandten.

Studium

Immer mehr Schüler entscheiden sich nach dem Abschluss für das Studium. Ausbildungen fallen in der Wahrnehmung zurück, sodass für einige Karrierewege ein Bachelor oder gar Masterabschluss als Voraussetzungen gilt.

Das Studium bedeutet weitere Jahre, in denen das Einkommen gering ist. Zwar gibt es die Möglichkeiten des Werkstudentenjobs oder des BAföGs, doch damit sind meist finanzielle Engpässe verbunden. Der Stress könnte dazu führen, dass der volle Fokus auf das Studium fehlt.

Möchtest Du Deinem Kind diese Doppelbelastung nehmen, ist das frühe Sparen wichtig. Damit stellst Du eine Unterstützung während des Studiums dar, sodass sich die Studiumsdauer verkürzt und bessere Noten möglich sind.

In der Folge sollte es Deinem Kind leichter fallen, die aversierte Karriere zu verfolgen. Somit begründest Du früh den Studiumserfolg.

Finanzielle Freiheit

Die Lebensentwürfe der heutigen jungen Generationen unterscheiden sich wesentlich, von denen der Elterngeneration. Während es für frühere Jahrgänge als selbstverständlich galt, möglichst jung zu arbeiten und dies bis zur Rente beizubehalten, sind die Karrierewege heutzutage wesentlich flexibler.

Dein Kind erwartet mehr vom Leben als 40 oder mehr Stunden die Woche zu arbeiten, nur um endlich mit dem Rentenbeginn etwas die Freizeit zu genießen.

Als Gegenentwurf zu der Verpflichtung der Arbeit, steht die FIRE-Bewegung. Diese setzt sich damit auseinander, schon in möglichst jungen Jahren ein so hohes Vermögen anzusparen, dass ein Ausscheiden aus dem Arbeitsleben möglich ist. Als Privatier wird dann die Freizeit genutzt und die Verwirklichung der Lebensträume steht an oberster Stelle.

Durch den ETF Sparplan in früher Kindheit gewährst Du Deinem Nachwuchs die Freiheit, nicht dem Arbeitszwang unterlegen zu sein. Dadurch bleiben verschiedene Lebensentwürfe offen und das Geld aus dem ETF im Rücken dient als Unterstützung.

Einrichten des Wertdepots

In jedem Fall lohnt es sich frühzeitig schon wenige Euro pro Monat in einen ETF Sparplan zu investieren. Damit fängst Du einige Kosten ab, die auf Dein Kind zukommen werden.

Wie gehst Du konkret vor, um mit dem Investieren zu beginnen und welche Entscheidungen musst Du treffen?

Anbieter finden

Zunächst solltest Du nicht blind zur Sparkasse gehen und dort ein Depot eröffnen, nur weil Du dort bereits mit dem Verkäufer vertraut bist. Vielmehr ist ein genauer Vergleich der unterschiedlichen Angebote notwendig, um aus Deinem Sparplan das Optimum zu holen.

Möchten Eltern für das eigene Kind sparen, bieten hierfür Banken in der Regel eigene Depots an. Diese zeichnen sich durch geringe Gebühren und laufende Kosten aus.

Gleichzeitig mit dem Depot eröffnest Du auch ein Girokonto. Dieses dient als Verrechnungskonto, von welchem der monatliche Sparplan bezahlt wird.

Konkret fallen bei der Consorsbank, DKB sowie ING keinerlei Führungskosten für das Depot an. Dieses ist nach der Einrichtung und mit dem Besparen kostenlos.

Des Weiteren sind die Gebühren für den ETF Sparplan interessant. Diese liegen beim DKB Broker u18 bei unter 2€, während sie beim Comdirect & Consorsbank Juniordepot abhängig vom Einzahlungsbetrag sind. Dort kommen Kosten in Höhe von 0,75€ bis 2,25€ auf Dich zu.

Bei der ING ist das Besparen des Juniordepots derzeit kostenlos. Generell empfiehlt sich der Vergleich, um auch die aktuellen Angebote wahrzunehmen.

ETF auswählen

Nach der Eröffnung des Depots ist nun wichtig, für welchen ETF Du Dich entscheidest. Du bist hier vollkommen frei in Deiner Entscheidung und nicht auf bestimmte Vorzugsprodukte der Geldinstituts angewiesen.

Für Dein Kind bietet sich ein möglichst breit aufgestellter Welt-ETF an. Hierfür gibt es unter anderem den All-Word A1JX52[2] von Vanguard, sowie den iShares Core MSCI World A0RPWH[3] von Blackrock. Dies sind zwei grundlegende Fonds, mit denen Du praktisch nichts „falsch“ machen kannst. Sie besitzen eine niedrige Kostenquote und die Rendite orientiert sich am Weltmarkt, sodass eine möglichst breite Diversifizierung erreicht wird.

Achte bei der Auswahl darauf, dass es sich um einen thesaurierenden ETF handelt. Dann bestehen keinerlei steuerliche Komplikationen und Du nutzt den Zinseszinseffekt vollständig aus.

Keinesfalls solltest Du den Fehler begehen und viele kleine Nischen-ETFs besparen oder gar in „sichere“ Rentenfonds der Bank investieren. Diese gehen mit höheren Kosten, sowie geringeren Renditen einher. Damit wirkst Du den Vorzügen eines ETFs entgegen, sodass Du nicht das volle Potenzial nutzt.

Sparplan anlegen

Im nächsten Schritt richtest Du den Sparplan ein. Hierfür kannst Du den Betrag sowie den Zeitpunkt bestimmen, wann der Sparplan ausgeführt werden soll. Dies kann zum Beispiel zu Beginn, Mitte oder Ende des Monats geschehen.

Bedeutsam ist natürlich auch die Höhe des Sparplans. Im Folgenden siehst Du ein Vergleich, wie sich die monatlichen Sparsummen von 25, 50 & 100€ im Verlaufe von 18 Jahren entwickeln. Je nach Sparziel und eigenem Einkommen, legst Du die Einzahlsumme fest.

Wie Du siehst, lohnt sich bereits das Einzahlen von 25€ im Monat. Du musst also keine Angst davor haben, dass das Investieren nur mit höheren Summen sinnvoll sei.

Steuerliche Behandlung

Rechtlich gehört das Juniordepot Deinem Kind. Du verwaltest es zwar, doch das Geld gehört bereits Deinem Nachwuchs.

Damit ist Dein Kind theoretisch auch dafür verantwortlich, sich mit den steuerlichen Gegebenheiten des Investierens auseinanderzusetzen. Als Elternteil solltest Du Dich darum kümmern und auf die folgenden Punkte achten.

Versteuerung der Kapitalerträge

Zunächst wird das Depot wie jede Kapitalanlage betrachtet. Auf Gewinne fallen die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% sowie der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer an. Dies ist etwa bei Zinseinnahmen, Dividenden oder Aktienverkäufen der Fall.

Die Steuer fällt jedoch nicht bereits für den ersten verdienten Kapitalgewinn an. Es besteht ein Freibetrag in Höhe von 801€ pro Jahr. Erst wenn die Erträge diesen Freibetrag übersteigen, wird auf jeden zusätzlich verdienten Euro die Steuer angewandt.

Bei einem Juniordepot besteht der Freibetrag für Dein Kind. Da Du wahrscheinlich nur den Wertpapier Sparplan ausführst und keine Anteile verkaufst, sind Erträge aus ETF-Verkäufen unwahrscheinlich. Auch Zinsen wirft das Depot nicht ab.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Du Dich für einen ausschüttenden ETF entschieden hast. Übersteigen die Ausschüttungen den Freibetrag, unterliegt dies der Kapitalertragsteuer. Daher ist es für das Juniordepot wesentlich einfacher, wenn Du Dich für einen thesaurierenden ETF entscheidest.

Abzuraten ist zudem von der Geldanlage auf dem eigenen Depot. Erzielst Du eigene Kapitalerträge, überschreitest Du schneller die Grenze des Freibetrags. Daher ist es ratsam, die Geldanlage des Kindes vom eigenen Sparen getrennt zu behandeln.

Nichtveranlagungsbescheinigung

Kapitalerträge werden zwar mit rund 25% verteuert, bei niedrigen Einkommen gibt es jedoch eine Besonderheit. Denn hier greift bei Erwachsenen die Günstigerprüfung. Ist die steuerliche Last geringer, wenn die Kapitalerträge mit der eigenen Einkommensteuer abgegolten werden, wird dies angewandt. Dies ist vorteilhaft, wenn hohe Kapitalerträge, bei sonstigem niedrigem Einkommen vorhanden sind.

Kinder verfügen in der Regel über kein eigenes Einkommen. Damit fallen keinerlei Einkommensteuern an. Zur Vereinfachung kannst Du hierfür eine Nichtveranlagungsbescheinigung abgeben. Mit dieser zeigst Du an, dass das Einkommen Deines Kindes unter dem Grundfreibetrag der Einkommensteuer (etwas mehr als 10.000€) liegt. Somit bleiben die Erträge komplett steuerfrei.

Auswirkungen auf Krankenversicherung & BAföG

Läuft der Sparplan und das Vermögen wächst, ist dies ein gutes Gefühl. Doch damit kommen auch verschiedene Verpflichtungen auf Dein Kind zu. Denn Einkommensgrenzen bestimmen etwa, welche Art der Krankenversicherung möglich ist und ob es BAföG beziehen darf.

Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder Bestandteil der Familienversicherung. Damit genießen Sie automatisch den Versicherungsschutz der Eltern.

Möglich ist dies aber nur, wenn ein gewisses Einkommen nicht überschritten wurde. Verdient Dein Kind mehr als rund 5.500€ im Jahr, darf es sich nicht mehr in der Familienversicherung versichern. Liegen die Kapitalerträge über diesem Grenzwert, muss Dein Kind für die Krankenversicherung selbst aufkommen.

Für die private Krankenversicherung besteht eine solche Einkommensgrenze nicht. Kinder werden hier ohnehin mit einer zusätzlichen Gebühr erst mitversichert, sodass es die Vorteile einer günstigen Familienversicherung nicht gibt.

Aus diesem Grund solltest Du darauf achten, dass die Kapitalerträge unterhalb der Einkommensgrenze liegen. Andernfalls wären Kosten von mehr als 150€ pro Monat für die gesetzliche Krankenversicherung denkbar.

Lege daher das Geld nicht in Dividenden-Aktien an, sondern lieber in thesaurierenden ETFs. Bei diesen ist eine Überschreitung der Einkommensgrenzen nicht möglich, da keine laufenden Erträge erzielt werden.

BAföG

Zur Unterstützung des Studiums beziehen einige Studenten BAföG. Ob der Anspruch besteht, hängt wesentlich mit den eigenen Vermögensverhältnissen zusammen.

Beträgt der Wert des Fonds mehr als 8.000€, ist Dein Kind nicht berechtigt BAföG zu beziehen. Es müsste das Vermögen erst bis zu dieser Grenze aufbrauchen.

Erörtere daher frühzeitig, wie die Finanzierung des Studiums später aussehen soll. Ist der Bezug des BAföGs angedacht, weil das Einkommen der Eltern keinen Spielraum zulässt, ist ein Besparen des ETFs über diese Grenze wenig sinnvoll. Dann sollte der Mehrbetrag vor Studiumsbeginn etwa in Sachgüter ausgegeben werden, die im besten Falle sinnvoll für das Studium sind.

Die finanzielle Zukunft Deines Kindes

Für Eltern sind die Finanzen ein häufiger Stressfaktor. Finanzielle Sorgen belasten die Gesundheit und auch die familiären Beziehungen. Möchtest Du Deinem Kind eine bessere Zukunft ermöglichen, bietet es sich an frühzeitig vorzusorgen.

Das Anlegen eines ETF Sparplans ist für Dein Kind die beste Möglichkeit, mit der Volljährigkeit auf einer gesunden finanziellen Basis zu stehen. Bereits monatlich 25€ zurückzulegen bedeutet nach 18 Jahren, dass Dein Kind genügend Rücklagen hat, um etwa den Führerschein zu finanzieren oder die erste Wohnung einzurichten.

Damit hast Du als Elternteil verantwortungsbewusst zur Zukunft Deines Kindes beigetragen und trägst einen entscheidenden Anteil dazu, dass es den Weg einschlagen kann, mit dem es sich am glücklichsten fühlt. Ob es eine längere Reise, das Auslandsstudium oder eine teure Ausbildung sind. Du ermöglichst Deinem Nachwuchs Freiheiten, die Dir vielleicht nicht zur Verfügung standen.

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Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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