Besteht eine hohe Feuchtigkeit in Deinem Keller, kann dies im ersten Moment zu einer hohen Verunsicherung führen. Schimmel und Schäden an der Bausubstanz könnten die Folge sein. Doch nicht immer sind die Folgen eines feuchten Kellers so verheerend. Historisch betrachtet ist es sogar vorteilhaft, wenn eine gewisse Feuchtigkeit vorhanden war.

Dennoch könntest Du Dir die Frage stellen, ob es normal ist, wenn in Deinem Keller eine höhere Feuchtigkeit vorherrscht und Du etwas dagegen unternehmen solltest. Im Folgenden erhältst Du eine Übersicht über die unterschiedlichen Kellerarten und was es mit der Feuchtigkeit auf sich hat.

Alte Keller vor dem Jahr 1900

Bei älteren Gebäuden ist es durchaus normal, dass der Keller eine höhere Feuchtigkeit aufweist

Zunächst musst Du differenzieren, aus welchem Jahr das Haus stammt. Bei älteren Gebäuden, die noch vor dem Jahr 1900 erbaut wurden, erfolgte keine Abdichtung an den Seiten. Durch die äußere Lehmschicht wurde verhindert, dass Wasser direkt in den Keller dringen konnte. Allerdings bestand nicht das Ziel, den Keller komplett frei von der Feuchtigkeit zu halten.

Denn dass der Keller etwas feuchter war, hatte durchaus seine Vorteile. So war er besser geeignet, um Lebensmittel und andere Waren zu lagern. Es war also durchaus gewollt, dass solche alten Keller feuchter waren. In dieser Umgebung wies der Keller eine konstante Temperatur auf und bot eine sicherere Lagerung. Dennoch sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Feuchtigkeit nicht Überhand nimmt. Es ist durchaus eine Überprüfung anzuraten und die Luftfeuchtigkeit zu messen. Ist diese zu hoch, kann eine Sanierung Sinn ergeben. Mieter müssen in der Regel keine Angst haben, dass die Feuchtigkeit die Wohnung in die Wohnung zieht und dort zu Schäden führt. Die verwendeten Ziegel und Natursteine verhindern das Eindringen der Feuchtigkeit, sodass die Bewohner von der höheren Feuchtigkeit im Keller nichts spüren.

Altbau ab dem Jahr 1950

Bei Altbauten ab den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde ein größerer Wert darauf gelegt, dass der Keller nicht schutzlos der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Es wurden vertikale und horizontale Abdichtungen vorgenommen, die ein Eindringen der Feuchtigkeit verhindern sollten. In Bezug auf die Bodenplatte ist jedoch selten mit einer Abdichtung gearbeitet worden.

Der Keller sollte bei diesen doch moderneren Gebäuden über keine erhöhte Feuchtigkeit verfügen. Insbesondere bei Bauten seit den 1970er Jahren wurde der Keller zunehmend als Wohnfläche genutzt. Voraussetzung für die Nutzung als Wohnfläche, ist dass keine zu hohe Feuchtigkeit vorhanden ist. Andernfalls könnten Schäden auftreten und sich Schimmel bilden. Dies wäre sowohl für die Gesundheit als auch das Mobiliar nicht wünschenswert.

Ursachen des feuchten Kellers

Kommt es zu einer erhöhten Feuchtigkeit im Bereich des Kellers, ist dies auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Im ersten Schritt muss die Abdichtung überprüft werden. Oftmals liegen hier Fehler vor, die dazu führen, dass die Feuchtigkeit stärker in die Räumlichkeiten eindringt.

Auch eine defekte Regenrinne kann dazu führen, dass sich die Feuchtigkeit vermehrt im Keller sammelt. Ebenso müssen die Wasserleitungen im Mauerbereich überprüft werden. Die Ursachen eines feuchten Kellers sind also vielfältig und beruhen auf verschiedene bauliche Schäden. Zumindest, wenn es sich um ein neueres Gebäude handelt und der Keller nicht nur als reiner Lagerraum genutzt wird.

Was kannst Du gegen den feuchten Keller unternehmen?

Als Mieter eines Wohngebäudes sollte die erste Maßnahme darin bestehen, den Vermieter auf den feuchten Keller aufmerksam zu machen. Dieser ist dann zuständig für das Beheben der Maßnahmen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Du eine Mietminderung durchsetzen möchtest. Hierzu heißt es, dass beim Altbau der feuchte Keller hingenommen werden muss. Ziehst Du in einen Altbau, solltest Du Dir über diesen Umstand bewusst sein und keine empfindlichen Gegenstände im Keller lagern. Eine Mietminderung oder ein Schadensersatz sind in diesem Fall nicht zulässig. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die Du umsetzen kannst, um die Feuchtigkeit in einem erträglichen Rahmen zu belassen.

Korrektes Heizen

Achte darauf, dass im Keller die Temperatur nicht unter 16°C fällt

Je kälter der Keller, desto größer ist die Gefahr, dass sich eine erhöhte Feuchtigkeit aufgrund der Kondensation ergibt. Im Keller sollten Temperaturen von 16 bis 18°C herrschen. Für den Winter bedeutet dies, dass mit zusätzlichen Heizmaßnahmen zu rechnen ist. Dies mag zwar im ersten Moment mit höheren Kosten einhergehen, doch langfristig kann sich dies durchaus auszahlen. Denn ist der Keller erstmal von der Feuchtigkeit durchsetzt, sind die anfallenden Sanierungsarbeiten wesentlich teurer.

Lüftverhalten

Im Winter ist es sinnvoll, den Keller zu heizen. Im Sommer ist hingegen besonders auf das Lüftverhalten zu achten. Denn die Außenluft könnte weit über den erstrebenswerten 16 bis 18°C liegen. Wird etwa zur Mittagshitze geheizt, führt der Temperaturunterschied zur Kondensation und die Feuchtigkeit steigt an. Daher sollte im Sommer nur an kälteren Tagen oder zu bestimmten Uhrzeiten das Lüften erfolgen. Ist die Außentemperatur zu hoch, ist das Lüften zu unterlassen.

Keller abdichten

Dringt die Feuchtigkeit in den Keller und helfen die kleineren Maßnahmen nicht, muss der Fachmann her. Dieser nimmt eine fachgerechte Abdichtung vor und verhindert auf diese Weise, dass der Keller von der größeren Feuchtigkeit heimgesucht wird. Diese Arbeit ist mit einem größeren Aufwand verbunden und der Keller muss dazu ein stückweit aufgegraben werden. Aber nur mit dieser Abdichtung ist sichergestellt, dass zukünftig der Keller trocken bleibt und keine Schäden auftreten.

Ist es normal, dass der Keller feucht ist?

Die Antwort lautet hierzu, dass es auf die Bauweise des Gebäudes und Kellers ankommt. Handelt es sich um einen Altbau, wurde von gerichtlicher Seite bestätigt, dass ein gewisses Maß an Feuchtigkeit hingenommen werden muss. Dies geht sogar so weit, dass nur witterungsbeständige Gegenstände dauerhaft im Keller eingelagert werden sollten. Mögliche Schäden durch die dauerhafte Feuchtigkeit müssen nicht vom Vermieter ersetzt werden.

Anders sieht es bei Neubauten aus, die eigentlich über eine umfangreiche Abdichtung verfügen. Kommt es hier zu einer höheren Feuchtigkeit, liegen bauliche Mängel oder ein Schaden vor. Hier ist der Rat eines Fachmannes gefragt, welcher die Situation vor Ort prüft. In modernen Gebäuden sollte es nicht vorkommen, dass der Keller feuchter ist als die sonstigen Wohnräume.

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