Das Investieren in Aktien stellt eine Möglichkeit dar, um von dem Wachstum an der Börse zu profitieren. Durch den Kauf der Aktie wirst Du zum kleinen Teilhaber des Unternehmens. Steigt der Wert des Unternehmens, profitierst Du vom steigenden Aktienkurs.

Möchtest Du in Aktien investieren, lohnt sich dies meist erst ab größeren Beträgen. Legst Du nur eine geringe Summe an, sind Kosten für den Kauf relativ hoch. Dies stellt eine Hürde dar, die viele Anleger von dem Kauf der Aktien abhält.

Als Alternative ermöglichen einige Broker nun auch das Einrichten eines Aktiensparplans. Dies ist das Pendant zu einem ETF-Sparplan, welcher seit längerer Zeit bei den meisten Anbietern genutzt werden kann. Lohnt sich der Aktiensparplan und was musst Du dabei beachten?

Der Aktiensparplan vorgestellt

Um für das Alter vorzusorgen oder abgesichert gegen wirtschaftlich schwächere Jahre zu sein, bietet es sich an jeden Monat einen gewissen Betrag zu sparen. Das Ersparte stellt ein Polster dar, das Dein Gewissen beruhigt und sich während einer Krise als nützlich erweist. Droht der Jobverlust oder stehen hohe Ausgaben an, bist Du auf der sicheren Seite und musst nicht gleich ein Darlehen aufnehmen, um irgendwie über die Runden zu kommen.

Dein Erspartes kannst Du auf verschiedenen Wegen anlegen. Du kannst es als flexiblen Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto belassen und dort unmittelbar darauf zugreifen. Oder Du legst es mit der Absicht an, dass das Geld eine Rendite erwirtschaftet und sich vermehrt. Auf diese Weise kannst Du ohne großen Aufwand ein höheres Vermögen anhäufen und einen Gewinn erzielen.

Aktien erweisen sich als sehr risikoreiche Investition. Du bist von der Entwicklung eines oder wenigen Unternehmen abhängig. Um einen Gewinn zu erzielen ist also ein glückliches Händchen notwendig.

Steht Dir nur wenig Kapital zur Verfügung, kannst Du einen Aktiensparplan nutzen. Bei diesem kaufst Du nicht nur einmalig eine Aktie, sondern investierst in regelmäßigen Abständen einen gewissen Betrag. So ist es Dir möglich, zum Beispiel jeden Monat 50 Euro in den Kauf einer Tesla-Aktie zu investieren. Die meisten Aktiensparpläne lassen sich für einen Mindestbetrag von 25 Euro im Monat einrichten.

Der Vorteil des Aktiensparplans liegt darin, dass Du auch Bruchstücke von Aktien erwerben kannst. Nur über Umwege lässt sich eine Aktie normalerweise als Bruchstück kaufen. Dies macht es Dir schwierig, Aktien zu kaufen, die über einen hohen Kurs verfügen. Bei Tesla oder Microsoft musst Du einen Mindestbetrag von mehr als 100 Euro aufbringen, um eine einzelne Aktie zu kaufen. Liegt Deine Sparsumme unter diesem Kurs, ist es Dir unter diesen Voraussetzungen nicht möglich diese Aktien zu erwerben. Beim Aktiensparplan besteht diese Beschränkung nicht. Du kannst auch mit z.B. 50 Euro, einen Bruchstück der Microsoft Aktie erwerben.

Beim Aktiensparplan steht die Regelmäßigkeit im Vordergrund. Jeden Monat wird der Betrag X genutzt, um die entsprechenden Aktien zu kaufen. Der Aktiensparplan wird unabhängig vom Kurs ausgeführt. Dadurch setzt Du nicht auf das Market-Timing, sondern verfolgst eher eine langfristige Strategie. Daher ist der Aktiensparplan vor allem für relativ stabile Werte gedacht. Bestehen hohe Schwankungen, ist das Risiko groß, dass der Sparplan zu einem ungünstigen Zeitpunkt ausgeführt wird.

Was gibt es zu beachten?

Wie bereits angesprochen, ist der Aktiensparplan nichts für Anleger, die sich aktiv an der Börse beteiligen wollen. Befasst Du Dich intensiv mit dem Markt und möchtest selber die volle Kontrolle über Deine Investitionen behalten, ist der Sparplan weniger für Dich geeignet. Er zielt in erster Linie auf Investoren ab, die keinen zusätzlichen Aufwand betreiben wollen. Einmal den Sparplan eingerichtet, läuft dieser im Hintergrund vollkommen automatisch. Daher ist dieser vor allem in Sinne der Buy & Hold-Strategie sinnvoll.

Auch für das Kaufen von Dividendenaktien ist der Aktiensparplan eine Erleichterung. Dadurch erhältst Du ein regelmäßiges Einkommen und legst die Rendite mit der nächsten Ausführung des Sparplans direkt wieder an.

Klingt der Aktiensparplan interessant für Dich, sind vor allem die Kosten ein wichtiger Punkt, welchen Du berücksichtigen musst. Je höher die Kosten, desto geringer fällt die Rendite für Dich aus. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Kosten für die Ausführung des Sparplans. Im Vergleich zum ETF-Sparplan erweisen sich Aktiensparpläne durchschnittlich als teurer. Die Kosten werden meist in Prozent der Ausführungssumme angegeben. Diese liegen zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Investierst Du 100 Euro im Monat, erwarten Dich bei günstigeren Anbietern Gebühren von 1,50 Euro. Mit höherer Sparsumme steigen entsprechend die Kosten. Demgegenüber gibt es bei ETF-Sparpläne einige Anbieter, die nur einen geringen Fixbetrag verlangen. Damit sind bei größeren Summen ETF-Sparpläne aus Kostensicht im Vorteil.

Vor- und Nachteile des Aktiensparplans

Als Entscheidungshilfe, ob der Aktiensparplan sinnvoll für Dich ist, siehst Du im Folgenden eine Gegenüberstellung der einzelnen Vor- und Nachteile. Anhand derer kannst Du leichter erkennen, ob der Aktiensparplan für Dich die ideale Anlageform darstellt.

Vorteile

Ein Vorteil wurde bereits im Artikel erwähnt. Denn der Sparplan ermöglicht es Dir, bereits mit kleinen Beträgen im Monat Aktien zu erwerben. Die Mindestsumme beträgt bei den meisten Anbietern gerade mal 25€. Mit Gebühren von 1,5 Prozent sind damit Kosten von 0,375 Euro verbunden. Beim gewöhnlichen Kauf von Einzelaktien wäre diese geringe Investitionssumme eine große Einschränkung und mit höheren Kosten verbunden.

Der Sparplan ist zudem mit einem geringen Zeitaufwand verbunden. Zu Beginn musst Du diesen einrichten und danach läuft er praktisch von allein. Die Einrichtung ist zügig abgeschlossen. Meist wird dafür ein Video-Ident Verfahren genutzt, um Deine Identität zu bestätigen. Danach kannst Du den Sparplan anlegen und monatlich wird der Betrag automatisch in die Aktien investiert.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Sparplan Dich praktisch zum Sparen zwingt. Du kannst die Summe direkt nach dem Gehaltseingang auf Dein Verrechnungskonto überweisen, sodass es nicht mehr als Guthaben angezeigt wird. Gibst Du normalerweise jeden Monat einfach alles aus, ist dies ein netter Nebeneffekt.

Der Sparplan ist zudem sehr flexibel. Hast Du einen Monat mal eine größere Summe übrig, die Du in Aktien investieren möchtest, lässt sich die Sparsumme unproblematisch anpassen. So ist auch mal eine größere Investition möglich und Du siehst direkt, wie Dein Portfolio wächst.

Nachteile

Nichtsdestotrotz geht der Aktiensparplan mit den typischen Risiken des Aktienkaufs einher. Diesen solltest Du Dir bewusst sein, bevor Du Dein Geld auf diese Weise anlegst.

Dazu zählt, dass Du nur in wenige Unternehmen investierst. Während ein ETF möglichst breit ausgelegt ist und sehr viele Werte beinhaltet, ist der Aktiensparplan weniger vielseitig aufgestellt. Du kannst zwar selber festlegen, wie viel unterschiedliche Aktien Du kaufen möchtest, doch mehr als eine handvoll werden das selten sein. Dadurch bist Du abhängiger von der Entwicklung dieser Werte und gehst ein höheres Risiko ein.

Während die Kaufsumme des Aktiensparplans flexibel gestaltet werden kann, ist der Kaufzeitpunkt festgelegt. Möchtest Du zu einem bestimmten Zeitpunkt Aktien erwerben, etwa weil Du den Kurs als günstig empfindest, geht dies nur über einen Einmalkauf. Der Sparplan ist in dieser Hinsicht nicht anpassbar.

Die Kosten übersteigen ebenso die meisten ETF-Sparpläne. Aufgrund der prozentualen Kostengestaltung ist es zwar günstiger geringe Summen anzulegen, doch ab einem Betrag von 100 Euro, sind ETF-Sparpläne bei den meisten Anbietern weniger kostenintensiv.

Ist der Aktiensparplan eine sinnvolle Anlageform für Dich?

Ob der Aktiensparplan für Dich geeignet ist, hängt von Deinen Zielen ab, die Du mit den Aktien erreichen möchtest. Als Altersvorsorge eignen sich Aktien, aufgrund des höheren Risikos und der Abhängigkeit von wenigen Unternehmen weniger. Hier sind ETF-Sparpläne wesentlich besser geeignet.

Der Aktiensparplan ist für Anleger geeignet, die in höherpreisige Aktien investieren wollen. Ist das Kapital für einen Einmalkauf nicht ausreichend, ist der Aktiensparplan eine gute Alternative, um kontinuierlich Bruchstücke zu erwerben. So kannst Du Dich ganz einfach an populäre Unternehmen, wie etwa Apple, Tesla oder Microsoft beteiligen, ohne gleich 100 Euro auszugeben, nur um eine einzelne Aktie zu kaufen.

Zählst Du Dich zudem zu den Anlegern, die eine längerfristige Strategie verfolgen, ist der Aktiensparplan ebenfalls sinnvoll. Du betreibst kein Market-Timing und hast die Entwicklung der nächsten Jahre im Auge, die für Dich entscheidend ist.

Zusammenfassend kann der Aktiensparplan einen kleinen Teil Deiner gesamten Strategie ausmachen. Dadurch hast Du etwas mehr Kontrolle darüber, in welche Unternehmen Du investierst. Gleichzeitig ist das Risiko höher. Deshalb gilt die Empfehlung, den Großteil lieber in einen ETF-Sparplan anzulegen, um für das Alter vorzusorgen oder das Vermögen zu mehren.

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